EUR/USD vor EZB-Entscheidung – Gold erreicht Short-Ziele und startet Erholungsversuch
Die Finanzmärkte stehen aktuell ganz im Zeichen der Geldpolitik. Während die Europäische Zentralbank mit Spannung erwartet wird, richten Trader ihren Blick besonders auf das Währungspaar EUR/USD. Gleichzeitig hat Gold in den vergangenen Tagen genau das geliefert, was wir im letzten Blogartikel erwartet hatten: Die Kursziele des vorgestellten Short-Setups wurden erreicht.
EUR/USD: Die EZB könnte den nächsten Impuls liefern
Beim Währungspaar EUR/USD steht heute alles im Zeichen der EZB-Zinsentscheidung. Der Markt rechnet bereits mit einer Zinserhöhung, weshalb die eigentliche Entscheidung vermutlich weniger Einfluss haben dürfte als die anschließenden Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Charttechnisch befindet sich EUR/USD aktuell in einer ausgeprägten Seitwärtsphase. Auf der Oberseite bildet der Bereich um 1,1577 USD einen wichtigen Widerstand. Hier sind in den vergangenen Handelstagen mehrfach Verkäufer in den Markt gekommen und haben weitere Kursanstiege verhindert.
Auf der Unterseite liegt die entscheidende Unterstützungszone bei rund 1,1525 US-Dollar. Solange sich der Markt innerhalb dieser Spanne bewegt, bleibt das Umfeld vor allem für kurzfristig orientierte Trader interessant, die auf Bewegungen innerhalb der Range setzen.
Besonders spannend wird es, wenn die EZB neue Impulse liefert. Ein Ausbruch über die Oberseite der aktuellen Handelsspanne könnte den Weg in Richtung 1,1600 US-Dollar und darüber hinaus freimachen. Sollte hingegen die Unterseite brechen, rückt zunächst die Marke von 1,1500 US-Dollar in den Fokus. Darunter würde sich das technische Bild deutlich eintrüben.
Entscheidend bleibt dabei auch der US-Dollar selbst. Der Dollar-Index befindet sich weiterhin in einem Aufwärtstrend. Diese Stärke wirkt grundsätzlich belastend auf den Euro und spricht aktuell eher gegen einen nachhaltigen Anstieg von EUR/USD.
Gold: Short-Ziele erreicht – jetzt beginnt die spannende Phase
Im letzten Gold-Update hatten wir ein Short-Szenario vorgestellt. Die erwartete Abwärtsbewegung wurde nahezu mustergültig abgearbeitet. Der Goldpreis erreichte die genannten Zielbereiche im Bereich von rund 4.090 US-Dollar und bestätigte damit die technische Analyse.
Nach einer derart dynamischen Abwärtsbewegung stellt sich nun die Frage, ob Gold weiteres Abwärtspotenzial besitzt oder zunächst eine Erholung startet.
Aktuell befindet sich der Markt an einer wichtigen charttechnischen Unterstützungszone. Genau in diesem Bereich begann zuvor eine starke Aufwärtsbewegung, weshalb hier verstärkt Käufer aktiv werden könnten.
Gegen eine schnelle Rückkehr zu den Rekordständen spricht derzeit allerdings die Stärke des US-Dollars. Zusätzlich bleiben die attraktiven Renditen am Anleihemarkt ein Konkurrenzfaktor für das Edelmetall. Viele Anleger bevorzugen momentan verzinste Anlagen gegenüber Gold.
Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf die Marke von 4.119 US-Dollar. Ein Anstieg darüber würde einen neuen kurzfristigen Aufwärtstrend aktivieren und eine Erholung in Richtung 4.185 bis 4.220 US-Dollar ermöglichen.
Damit bleibt Gold nach dem erfolgreichen Short-Trade weiterhin hochinteressant. Die Abwärtsziele wurden erreicht, nun beginnt die Phase, in der sich entscheidet, ob lediglich eine technische Gegenbewegung entsteht oder ob sich daraus eine größere Erholung entwickeln kann.
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Mike Seidl
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